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in der hohen Dom- und Propsteipfarrkirche zu St. JakobMariahilf

Wir dürfen Euch auf die feierlichen Maiandachten in der hohen Dom- und Propsteipfarrkirche zu St. Jakob jeweils Dienstags 5., 12., 19. und 26. Mai um 18:30 Uhr vor dem Gnadenbild "Mariahilf" aufmerksam machen. Es würde uns freuen, Euch zu begrüßen zu dürfen.

Bei der letzten Maiandacht am 26. Mai führt der Domchor als Marianische Antiphon das Salve Regina von Haydn auf.

Hier noch eine Hintergrundinformation von Bundesbruder Dr. Heinz Wieser v. Justinian:

 Das weltweit am meisten verbreitete und bekannte marianische Gnadenbild „Maria Auxilium Christianorum“ –„Maria Hilfe der Christen" von Lukas v. Cranach d. Ä. befindet sich seit 365 Jahren in der St.Jakobskirche in Innsbruck, dem heutigen Dom.

Allein im deutschsprachigen Raum gibt es weit über 500 Mariahilf-Verehrungsorte. Von unzähligen Häusern grüßt das Bild vor allem im Bereich der alten Monarchie, deshalb spricht man von der "Muttergottes der Donau- oder der Alpenländer" oder aber auch ganz einfach von der "Innsbrucker Pfarr- Muttergottes". Das von Lukas Cranach um 1517 gemalte Bild befand sich ursprünglich in der Heilig-Kreuz-Kirche in Dresden. 1610 stattete Erzherzog Leopold V. dem protestantischen Kurfürsten Johann Georg einen Besuch ab und durfte sich bei dieser Gelegenheit aus dessen Kunstkammer ein Gastgeschenk auswählen. Seine Wahl fiel auf das Marienbild Cranachs. Als Leopold im Jahre 1619 die Statthalterschaft über das seit dem Tode Maximilians des Deutschmeisters verwaiste Tirol antrat, stellte er das Mariahilf-Bild in einem Zimmer der Hofburg auf.

Sein Nachfolger, Erzherzog Ferdinand Karl, gestattete in den Nöten und Drangsalen des Dreißigjährigen Krieges wiederholt, dass das Bild bei feierlichen Bittandachten in der Kirche öffentlich ausgestellt werde und so nahm seine Verehrung und Volkstümlichkeit auch in Innsbruck rasch zu. Er ließ sich 1650 bewegen, das Bild in der St. Jakobs-Pfarrkirche, dem heutigen Dom, in dem sich ein eigenes, von der Hofburg aus zugängliches, landesfürstliches Oratorium befand, öffentlich aufzustellen und stiftete dazu ein eigenes Meßstipendium.

Die feierliche Übertragung in die alte gotische St.Jakobs-Kirche fand am 3. Juli 1650 statt.

Die Maiandachten erfreuten sich im Bereich des alten Tirol seit dem Jahre 1837 größter Beliebtheit. In diesem Jahr versammelten sich erstmals in der Klosterkirche der Tertiarschwestern in Kaltern die Gläubigen vor dem Bild der Unbefleckten Empfängnis, um die Muttergottes zu verehren. Rasch wurden diese besonderen Marienandachten im Monat Mai in ganz Tirol sehr volkstümlich. Schon im Jahre 1841 hielten die Innsbrucker ihre erste Maiandacht. Es gab in den zwei Nachkriegsjahrzehnten in unseren Kirchen täglich sehr gut besuchte Marienandachten.

-Dr.Heinz Wieser-