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Woseggeer Priesterjub Matrei i.O 08 Duplikat 1 24Der Domkurat i.R. und ehemalige Rektor der Innsbrucker Spitalskirche, Monsignore OStR. Prof. Dr. Josef Wolsegger, gab am 21. April 2018 die Seele seinem Schöpfer zurück. Noch am 3. März dieses Jahres konnte der verdiente Priester in der Kirche von Medraz im Stubai das Goldene Priesterjubiläum feiern. Der seit vielen Jahren gesundheitlich schwer beeinträchtigte Monsignore wohnte in der letzten Zeit bei seiner Schwester in Fulpmes und wurde dort von der Familie seines Schwagers betreut. 

Monsignore Wolsegger ist es in den vielen Priesterjahren stets gelungen, in seinem pastoralen Dienst Freude und Lebenskraft den Menschen in schwierigen Situationen zu vermitteln: Sein priesterliches Wirken war geprägt von großer persönlicher Bescheidenheit, von unübersehbarer Freude zu seinem Beruf und tiefem und fundiertem theologischen Wissen, das bei den von ihm gehaltenen Predigten bei den hl. Messen im Dom zu St. Jakob und in der Innsbrucker Spitalskirche zum Ausdruck kam und von jung und alt geschätzt wurde.


Der ehemalige Rektor der Innsbrucker Spitalskirche und Träger des „Großen Ehrenzeichens“ der Marktgemeinde Matrei i. O., Msgr. Dr. Josef Wolsegger, kam am 11. November 1943 am bergbäuerlichen Erbhof "Walzen" als zweites von fünf Kindern in Matrei i. O. zur Welt. Während des Besuches des Bischöflichen Gymnasiums Paulinum kamen der Vater und der ältere Bruder bei einem Lawinenunglück ums Leben. Mit der Mutter führte er den Hof weiter, bis der jüngere Bruder die Landwirtschaft übernehmen konnte. Nach der Matura 1962 trat er in das Priesterseminar ein und erhielt am 2. März 1968 aus der Hand von Bischof DDr. Paulus Rusch das Sakrament der Priesterweihe. Im Jahre 1972 wurde er an der heimischen Alma Mater zum Doktor der Theologie promoviert.


Stationen seiner pastoralen Tätigkeit waren Thaur, Prägraten, Uderns, Paulinum in Schwaz und das Priesterseminar in Innsbruck, an dem er ab 1979 als Spiritual wirkte, sowie die Stiftspfarre Wilten. 1985 bestellte ihn Bischof Dr. Reinhold Stecher zum Professor für Religionspädagogik an die Pädagogische Akademie Zams, die 1993 nach Stams verlegt und am 1. Oktober 2007 als Kirchliche Pädagogische Hochschule–Edith Stein errichtet wurde.


Dr. Wolsegger war beliebter Landesverbandsseelsorger des Tiroler Mittelschülerverbandes (TMV) sowie mehrerer katholischer Verbindungen: Raeto-Bavaria vlg. Kuli Dr.cer., A.V.Raeto-Bavaria(3.12.1965) UP,ÖCV, Austria Innsbruck (16.6.2003) EP, ÖCV, K.Ö.St.V. Teutonia-Innsbruck (18.12.2004) EM, MKV. Verbandsehrungen:
ÖCV-Ehrenring (10.09.2005), Raeto-Bavaria, A.V. Raeto-Bavaria vlg. Kuli Dr. cer.
Reception: 03.12.1965, Branderung: 31.01.1966, Burschung: 30.06.1966, Philistrierung: 21.07.1967, Leibbursch: Mag. Kurt Abbrederis vlg.Stiefl,
Austria Innsbruck, A.V. Austria Innsbruck vlg. Kuli, Verliehen: 16.06.2003
Ehrungen:
Ehrenband (18.06.2011) ÖCV-Se (Österreichischer Cartellverband)- 01.07.1993 bis 0.06.2005, Verb.-Seels. (Verbindungsseelsorger Raeto-Bavaria)-09.06.2001 bis - Verb.-Seels. (Verbindungsseelsorger Austria Innsbruck) - 01.02.2004 bis 2013.


Zehn Jahre war er auch Ehebandverteidiger am kirchlichen Gericht und leitete von 1978 bis 2001 das Bibelreferat der Diözese. Am 17. September 2006 wurde ihm die Seelsorge an der Innsbrucker Spitalskirche übertragen. Der begabte Osttiroler Theologe verstand es, in fundierter Art und Weise in seinen Predigten volksnah die christliche Botschaft den Menschen näher zu bringen. Zu Monsignore Wolseggers Verdiensten gehörte das Bemühen, den Gläubigen der Kirche unseres Landes Denkanstöße und Orientierungshilfen zur Festigung der christlichen Fundamente in unserer oft sehr oberflächlichen Zeit zu bieten.


Für sein verdienstvolles Wirken erhielt er am 20. Februar 2016 aus der Hand von Landeshauptmann Günther Platter das "Ehrenzeichen des Landes Tirol".

Dr. Heinz Wieser