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TMV Teutonia Fastenzeit 2017 3Wie alljährlich in der Fastenzeit trafen sich die Bundesbrüder Teutoniae am 6. April im Teutonenheim zu einer Besinnungsstunde, in der Prof. Dr. Günther Eliskases v/o Fallstaff, viele berührende Fragen im Zusammenhang mit dem Altem und Neuem Testament grundlegend erörterte.

Vor allem war das Auditorium der katholischen Farbstudenten sehr ergriffen von den Fragen: "Wie gibt es, dass auf dieser Welt so viel Leid vorhanden ist" oder im Zusammenhang mit dem alltestamentarischen Buch Hiob: "Das Leid als Glaubensprobe".

Vor allem beeindruckte der Hinweis des Vortragenden, die Apostel hätten die Auferstehung Jesu bei weitem nicht so euphorisch gesehen wie später die Evangelien vermittelten. Feststeht: Die Auferstehung ist und bleibt Zentrum des Christentums!

"Die österliche Bußzeit ist der günstige Moment, das Leben des Geistes durch die heiligen Mittel, die die Kirche uns bietet, zu intensivieren: durch Fasten, Beten und Almosengeben. Die Grundlage von alldem ist das Wort Gottes, und in dieser Zeit sind wir eingeladen, es mit größerem Eifer zu hören und zu meditieren" schreibt Papst Franziskus in seiner Botschaft zur heurigen Fastenzeit.

 

TMV Teutonia Fastenzeit 2017 8Schon im 2. Jahrhundert fastete man am Karfreitag und Karsamstag. Im 3. Jahrhundert hatte sich die Übung des Fastens auf die Werktage der ganzen Karwoche ausgedehnt, aber mit unterschiedlicher Strenge. Kaum hundert Jahre später, am Ende der Martyrerzeit, nach Eintritt des Friedens für die Kirche unter Kaiser Konstantin durch das Mailänder Edikt 313, betrug das Osterfasten schon 36 Tage. Unter Papst Gregor dem Großen (gest. 604) wurde die Zahl der Fastentage auf 40 erhöht und der Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch festgelegt.
Fasten wird aber auch zu einem politischen Zeichen, wie ein Wort des hl. Basilius des Großen (330 - 379), belegt: “Wenn alle Völker den Rat des Fastens annähmen, würde tiefster Friede in der Welt herrschen: die Völker würden nicht mehr gegeneinander aufstehen, und die Heere würden einander nicht mehr in Stücke hauen… Das Fasten würde alle lehren, die Liebe zum Geld, zu überflüssigen Dingen und im allgemeinen, die Neigung zu Feindseligkeiten aufzugeben.“

In diesem Zusammenhang sind auch die Worte des Papst Benedikts XVI. zu sehen, der immer wieder vor Subjektivismus, Relativismus und der Indifferenz zur Wahrheit warnte. Und dies sind tatsächlich heutige Phänomene, die Gesellschaft und Alltagskultur gefährden und radikal beeinflussen. Sollten diese und weitere bedenkliche Parameter die sogenannte "moderne" Kultur konstituieren, dann kann das Christentum mit ihr gar nicht deckungsgleich sein, sondern muss zum Gegenentwurf werden.

Dr. Heinz Wieser

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